Rüdiger

Rüdiger und seinen Bruder Archie haben wir von einem anderen Tierschutzverein übernommen.

Rüdiger ist ein kleines Energiebündel, das noch viel entdecken will. Seine zukünftigen Halter sollten viel Zeit und Geduld, sowie Erfahrung mit Hunden haben, um ihm alles Nötige beizubringen – denn Rüdiger ist noch nicht stubenrein und kennt es auch noch nicht, an der Leine zu laufen.

Ein Handicap tragen Rüdiger und seine Geschwister allerdings mit sich: ihre Mutter wurde auf “ Leishmaniose“ positiv getestet. Ob Ihre Welpen über die Plazenta damit angesteckt wurden, ist zur Zeit nicht klar und kann erst später getestet werden wenn die Kleinen etwas älter sind. Die Hunde können trotz der Ansteckung ein ganz normales Leben führen, evtl. bricht die Krankkheit (FALLS sie diese geerbt haben) auch aus. da müssen sie medikamentös behandelt werden.

Hier eine kurze Information zur Leishamniose: (nachzulesen z.B. auch hier: http://www.tierschutz-team.de/mittelmeer-krankheiten/leishmaniose/

Was ist Leishmaniose?
Leishmaniose ist eine sogenannte Mittelmeerkrankheit (Leishmania – Leismaniose), die durch Stiche der Sandmücken, auch Schmetterlingsmücken (Gattung Phlebotomus) genannt, übertragen wird. Sandmücken gibt sie in allen mediterranen Ländern, in Regionen von Tunesien, Griechenland, Türkei, Portugal, Südfrankreich, Spanien, den Kanaren, Sizilien, aber auch in Deutschland (bisher nur Baden-Württemberg) und der Schweiz.

Der Übertragungsweg
…. Weiterhin ist die Übertragung über die Plazenta im Mutterleib bekanntDie Übertragung erfolgt jedoch nicht zwangsläufig. Es kann innerhalb des Wurfes einer infizierten Hündin sowohl infizierte wie nicht infizierte Welpen geben. Einige Welpen weisen einen Antikörpertiter auf, ohne selbst infiziert zu sein. Der Titer geht in solchen Fällen innerhalb des ersten Lebensjahres zurück. Ein aussagefähiger Test ist daher bei Welpen und Junghunden erst frühestens mit 10 – 12 Monaten möglich.

Der Knochenmark- und Lymphknotentest: Es wird – unter lokaler Narkose – ein Punktat entnommen und mikroskopisch auf Leishmanien untersucht. Dieser Test bringt genaue Ergebnisse.

Inwieweit ein Tier überhaupt erkrankt, ist regional unterschiedlich und hängt von verschiedenen Faktoren ab:

  1. a) vom Leishmania-Stamm, der mehr oder weniger krankmachend ist (kein Stamm hat sich nur auf Hunde „spezialisiert“),
  2. b) vom Immunstatus und Alter des Hundes (ein gesunder, junger Hund – bis 5 Jahre – kann die Infektion selbst gut bekämpfen) und
  3. c) von der Hunderasse (Bobtail, Schäferhund und Husky) in Italien oder Spanien sind stärker gefährdet.

Sollten Sie sich für den kleinen Rüdiger interessieren, verabreden Sie gerne einen Termin im Tierheim